{"id":3486,"date":"2026-04-24T12:18:14","date_gmt":"2026-04-24T11:18:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.plettner.info\/?p=3486"},"modified":"2026-04-24T12:24:37","modified_gmt":"2026-04-24T11:24:37","slug":"tritte-kicks-in-der-selbstverteidigung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.plettner.info\/?p=3486","title":{"rendered":"Tritte\/Kicks in der Selbstverteidigung"},"content":{"rendered":"<p>Tritte werden sehr h\u00e4ufig in der Selbstverteidigung eingesetzt, bzw. von Trainern beigebracht. Dabei sind diese durchaus kritisch zu betrachten.<\/p>\n<p>Unterscheiden wir erst einmal nach <strong>hohen Kicks<\/strong> und<strong> niedrigen Kicks<\/strong> und dann nach <strong>Kicks mit Mann-Stopp-Wirkung<\/strong> und <strong>Kicks ohne Mann-Stopp-Wirkung<\/strong>, sowie <strong>Grundlagen<\/strong> der Kicks.<\/p>\n<p><strong>Grunds\u00e4tzlich<\/strong> ist ein Kick eine gute Sache. Die Reichweite eines Beins ist gr\u00f6sser als die eines Arms und in der Regel ist die Beinmuskulatur st\u00e4rker als die des Arms.<br \/>\nAllerdings nur, wenn man richtig treten kann. Ein halbherziger Tritt ohne Power und aus einer wackeligen Position heraus schadet mehr, als dass er nutzt.<br \/>\nEine wackelige Position erh\u00e4lt man, wenn man entweder auf falschem Untergrund steht (Sand, weicher Rasen, etc.). Dann kann man kein vern\u00fcnftiges Gleichgewicht aufbauen. Ausserdem steht man unsicher, wenn man kicken nicht trainiert hat und sich selber dadurch nicht stabilisieren kann.<br \/>\nHat man treten nicht trainiert, versch\u00e4tzt man sich schnell mit der Entfernung, das sehe ich in meinen Trainings immer wieder. Entweder ist der Angreifer noch zu weit weg und der Tritt geht ins leere, oder er ist schon zu nah und die Kraft des Tritts verpufft. Schlimmstenfalls werden wir bei &#8222;zu nah&#8220; zus\u00e4tzlich \u00fcber den Haufen gerannt.<\/p>\n<p>Dann gibt es <strong>hohe Kicks<\/strong>, z.B. zum Kopf. Diese sind &#8211; gegen ge\u00fcbte Gegner (Kampfsportler, Strassenschl\u00e4ger) &#8211; bedenklich. Zum einen ist die Ausholbewegung eine verh\u00e4ltnism\u00e4ssig lange bis zum Ziel, zum andern wird jede Stabilit\u00e4t zunichte gemacht, wenn der Angreifer den Tritt unterl\u00e4uft, oder nach einem Treffer ohne echte Wirkung in uns f\u00e4llt oder stolpert, denn das Bein ist weit oben und muss auch wieder weit runter, um sicher zu stehen. Dann steht der Angreifer, wir liegen &#8211; schlechte Ausgangslage. Noch ein Problem sind versteckte Waffen des Angreifers. Bei hohen Kicks bieten wir die Schenkelinnenseite zum Angriff an. Dort verl\u00e4uft die Blutversorgung der Beine. Ein Treffer mit einem Messer oder einer sonstigen, zuerst verborgenen, Waffe, f\u00fchrt relativ schnell zum verbluten.<\/p>\n<p><strong>Niedrige Kicks<\/strong> gehen in der Regel am K\u00f6rper maximal bis zu den Rippen, eher zwischen die Beine oder die Knie. Beides erzielt auch bei nicht perfektem Treffer eine gewisse Wirkung, die den Angreifer kampfunf\u00e4hig machen kann.<\/p>\n<p>Ich bevorzuge grunds\u00e4tzlich <strong>Kicks mit Mann-Stopp-Wirkung<\/strong>. Das heisst, ein Gegner wird daran gehindert, weiter auf uns zuzukommen. Einen auf uns zulaufenden Angreifer kann man mit einen geraden Tritt nach vorne oder mit einem seitlichen Tritt ganz gut stoppen. Ein Halbkreistritt, egal wohin, stoppt ihn nicht. Und wenn dieser nicht richtig trifft ist der Angreifer schnell in Clinch-Distanz, wo wir in in der Selbstverteidigung eigentlich nicht haben wollen.<\/p>\n<p><strong>Kicks ohne Mann-Stopp-Wirkung<\/strong> k\u00f6nnen aber trotzdem hilfreich sein, der Angreifer darf sich nur nicht wirklich auf uns zu bewegen. Beispielsweise bei Drohgeb\u00e4rden oder langsamer, schrittweiser Ann\u00e4herung. Hier kann z.B. ein Halbkreistritt zum Knie Wunder wirken, weil das Ziel &#8211; das Knie &#8211; relativ statisch an einer Stelle bleibt und ein festes Ziel bietet, das sich kaum bis gar nicht bewegt. Und bei langsamer Ann\u00e4herung bekommt der Angreifer halt erst ein oder zwei Schl\u00e4ge ins Gesicht, was ihn in der Regel stoppt, und dann einen Kick zum Knie oder zwischen die Beine.<\/p>\n<p>Was heisst das zusammengefasst?<\/p>\n<ul>\n<li>Kicks m\u00fcssen trainiert werden (Kraft, Distanzgef\u00fchl, Standsicherheit)<\/li>\n<li>auf die Bodenbeschaffenheit ist zu achten<\/li>\n<li>m\u00f6glichst nur niedrige Kicks anwenden<\/li>\n<li>bewegliche Angreifer &#8211; Kicks mit Mann-Stopp-Wirkung<\/li>\n<li>unbewegliche Angreifer &#8211; auch Kicks ohne Mann-Stopp-Wirkung m\u00f6glich<\/li>\n<li>langsame, bewegliche Angreifer &#8211; mit einer Ersttechnik (Schlag ins Gesicht oder etwas ins Gesicht werfen) stoppen und dann einen Kick ohne Mann-Stopp-Wirkung (kann ich ihn mit Schl\u00e4gen stoppen, ist er f\u00fcr Kicks mit Mann-Stopp-Wirkung schon zu nah dran)<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tritte werden sehr h\u00e4ufig in der Selbstverteidigung eingesetzt, bzw. von Trainern beigebracht. Dabei sind diese durchaus kritisch zu betrachten. Unterscheiden wir erst einmal nach hohen Kicks und niedrigen Kicks und dann nach Kicks mit Mann-Stopp-Wirkung und Kicks ohne Mann-Stopp-Wirkung, sowie Grundlagen der Kicks. Grunds\u00e4tzlich ist ein Kick eine gute Sache. 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