27. November 2019 – Alpha Combat Willich

Nach dem warmmachen ging es heute um den Schwerpunkt „Hammer Fist“ (Hammer Faust). Im Gegensatz zu Elite Krav Maga gibt es hier nicht nur den Schlag von oben nach unten, sondern auch seitlich. Diese Technik wurde ausführlich mit Handpratzen trainiert, auch unter Stress, in dem Fall durch auspowern und dann weiter schlagen.

Danach gab es eine anatomische Einführung in mögliche Ziele des Angreifers, Schläfe, Augen, Hinterkopf und Genick, Ohren, … halt alles Trefferpunkte am gesamten Körper, mit denen man einen gewissen Erfolg erzielt. Interessant, alle Punkte, die Daniel als potenziell gefährlich einstufte, aufgrund einer sehr extremen Verletzungsgefahr sind die, die wir im Krav Maga standardmässig angegangen sind.

Zum Abschluss wurde, sehr ausführlich und mit steigender Geschwindigkeit, das schlagen auf exakt diese Punkte trainiert – ohne Kontakt. Hier wünschte ich mir schon den Kopfschutz und die Schutzweste zurück, um nicht (komplett) stoppen zu müssen 😉

25. November 2019 – Alpha Combat Willich

Nach dem aufwärmen ging es ins Technik Training. Heute ging es wieder um Follow Ups, dem Konter nach dem Angriff.

Gestartet wurde damit, dass 2 Angreifer auf einen Verteidiger einschlagen. Dessen Aufgabe war es, zu blocken/sich zu covern und sich dabei im Idealfall so zu positionieren, dass man einen Angreifer zwischen sich und den zweiten Angreifer bringt, also nur noch einen Angreifer hat.

Danach wurde nach dem covern gekontert, zuerst indem man den Angreifer mit der Alpha Eröffnung am weiteren Angreifen hindert und ihn mit Schlägen zurück drängt, später indem man den Angreifer am Arm hält, ihn blockiert und nur mit einer Faust schlägt und ihn zurück drängt. Danach dasselbe mit Kniestössen. Und zum Abschluss erst gegen einen Angreifer covern, dann wahlweise kontern und den Aggressor mittels Takedown zu Boden bringen. Dann dasselbe mit dem zweiten Angreifer, der direkt nach dem Take Down angreift.

Und all das immer und immer wieder…

23./24. November 2019 – Critical Bleeding Seminar

Mal etwas ganz anderes, aber sehr interessantes Seminar. Nachdem ich ja prinzipiell auch Messer- und Schusswaffenabwehr trainiere ist es wichtig zu wissen, wie versorge ich entsprechende Verletzungen. Eingeladen wurde zum Seminar vom „Alpha Combar Club Willich“.

Nach einer Einführung „welche Verletzungen gibt es“ was schon nicht schön aussah, wurde entsprechendes Versorgungsmaterial vorgestellt. Und sofort stellte man fest, nichts davon findet man in einem KFZ-Verbandskasten. So werden Stichverletzungen idealerweise mit selbstklebenden Abdeckungen (Chest Seals), möglichst mit Ventilfunktion, abgeklebt, so ist die Wunde abgedeckt, sollte aber die Lunge verletzt sein, kann so Überdruck aus dem Körper entweichen, ohne dass die Lunge durch den Druck kollabiert. Mit etwa 20 Euro pro Stück (ein kompletter Verbandkasten liegt bei etwa 10 Euro) nicht das günstigste Handwerkszeug. Und Bei einem Messerangriff hat man schnell mehrere zu versorgende Wunden.

Bei verletzte Arterien kann man nicht zwingend mittels Druckverband die Blutung stoppen. Hier haben wir mittels Wundgaze die Blutung gestoppt, indem wir dies in die Wunde einbrachten. Interessant zu wissen, bei Torso Verletzungen funktioniert das nicht.

Stark blutende Arterienverletzungen werden bis zum eintreffen der Rettungskräfte abgedrückt. Idealerweise mit einem Tourniquet (in annehmbarer Qualität ab ca. 35 Euro) abgebunden. Zeitrahmen, um dem Verletzten das Überleben zu sichern, etwa 30 Sekunden!

Der zweite Tag bestand sehr stark aus praktischer Übung. Auffinden einer verletzten und bewusstlosen Person. Untersuchung auf lebensbedrohliche Verletzungen, überprüfen der Vitalfunktionen, untersuchen auf  Frakturen der Rippen, Arme und Beine, untersuchen auf nicht sofort erkennbare Blutungen/Verletzungen, bei Bedarf abbinden mittels Tourniquet, verbringen in die stabile Seitenlage.

Danke an Iris und Birger, meine „Trainingspartner“ am Sonntag.

Interessant ist ein solches Seminar meiner Meinung nach, weil solche Verletzungen durchaus auch im Alltag auftreten können. Fahrradunfälle, KFZ-Unfälle, Wanderunfälle, Haushaltsunfälle…dann ist es vielleicht kein Messer, sondern ein Ast, ein Zaun. ein Kugelschreiber in der Hosentasche, …

Mein persönliches Fazit: ich werde mir eine kleine Grundausrüstung für solche Fälle anschaffen, der Standard „Erste Hilfe Kurs“ geht auf solche Anforderungen nicht ein, ohne diesen Lehrgang hätte ich im (hoffentlich nie eintretenden) Notfall nichts ausrichten können, weil alles was ich bisher gelernt habe, nichts bewirkt hätte.

20. November 2019 – Alpha Combat Willich

4. Training der Alpha Grundlagen. Fest vorgenommen habe ich mir, keines der Grundlagentrainings zu verpassen.

Nach kurzer Theorie und dem aufwärmen – ich kann mich vertun, aber Daniel legt da jetzt irgendwie mehr Wert drauf, was meiner miesen Kondition auf Dauer nur gut tun kann – ging es diesmal direkt in die Follow Ups. In dem Fall die Schläge zum Kopf des Gegners mit entsprechendem Druck, um diesen nach hinten zu drängen und an einem wirkungsvollen Gegenangriff zu hindern. Zuerst trocken und langsam, um die genaue Bewegungsabfolge zu bekommen, ohne jegliche Gegenwehr, dann in die offene Hand und dann, wenn man wollte, ging es zur Sache. Mit mehr oder weniger Power, je nachdem wie sehr man einstecken wollte, deckte sich der Partner, während der andere auf seine Deckung einschlug und ihn mit Druck zurück drängte. Auch hier, da war Daniel schon sehr deutlich, ist eine hundertprozentige Deckung eher nicht möglich. Deckt man den Kopf perfekt, ist jederzeit ein Schlag in die Rippen möglich. Deckt man auch den Oberkörper, kann man nicht mehr perfekt den Kopf decken. Hier kann jeder mehr oder weniger für sich entscheiden, welche Deckung für ihn/sie am besten passt. Ein falsch oder richtig gibt es nicht. Jedenfalls haben wir schon ganz ordentlich auf einander eingeprügelt, was bringt smoothes Training, wenn man im Ernstfall dann auf „echte“ Treffer nicht vorbereitet ist.

Nachdem das soweit sass , wurde im schlagen gewechselt, indem man irgenwann versuchte, unter einem Schlag weg zu tauchen, sich in den Körper des Angreifers zu drücken und dann selber zu schlagen und den Partner in die Verteidigung zu zwingen. Abgesehen davon, dass man so sehr schnell vom schlagen ins blocken wechseln musste,um nicht plötzlich wirklich einen Treffer zu kassieren merkte man: prügeln ist anstrengend und geht schon nach kurzer Zeit anständig an die Konditionsreserven.

Dann wurden die Partner durchgetauscht, so dass man mal schnellere, mal langsamere und mal kräftigere Partner hatte.

Zum Abschluss noch ein kurzer Drill mit wechselnden Partnern für Bewegungsablauf, Geschwindigkeit und Konzentration, dann war es das auch schon wieder.

18. November 2019 – Alpha Combat Willich

3. Training des Alpha Grundeseminars. Nach kurzer Theorie und aufwärmen ging es wieder in den Alpha Eingang. Und wieder bin ich von „immer die gleiche Eingangstechnik“ in „ich wechsel die Seite bei einem Angriff von der anderen Seite“. Das ist so drin, mal sehen wann ich das raus habe.

Danach ging es wieder in die Follow Ups, Alpha Eingang und dann schlagend konsequent in den Gegner gehen. Funktioniert. Dabei dann als Aggressor natürlich entsprechend blocken.

Mittwoch geht es weiter.

 

 

 

 

 

 

13. November 2019 – Alpha Combat in Willich

Zweites Training der Alpha Grundlagen. Diesmal war der ‚Alpha Eingang‘ und ‚Follow Ups‘ dran.

Alpha Eingang heisst, wir begegnen den Schlägen eines Angreifers immer mit der selben Eingangstechnik, ein Block, der den Schlag blockiert und den eigenen Kopf schützt, gleichzeitig mit der anderen Hand ein Schlag zum Kopf des Angreifers. Gefolgt von Follow Ups, auf den Gegner einschlagen mit Faust und/oder Ellenbogen und – wenn möglich – mit dem Knie. Im Training immer hart, aggressiv, aber safe, ohne den Partner zu verletzen.

Immer dieselbe Eingangstechnik? Warum, das wird spätestens klar, wenn das Licht gedimmt, ausgeschaltet, oder ein Stroboblitz eingesetzt wird. Sieht man nicht mehr sicher, woher der Schlag kommt, kann nicht gezielt in eine bestimmte Richtung blocken. Hat man immer dieselbe Technik, liegt man nie falsch.

Diesmal habe ich mit Chris (? – ich muss mir echt die Namen merken), einem der Trainer, trainiert. Für mich hiess das, das Training war härter – realistischer – geiler.

2. von 14 Trainingseinheiten 🙂

11. November 2019 – Alpha Combat in Willich

Heute war das erste Training vom siebenwöchigen „Alpha Grundlagen Training“. Dabei ging es quasi ausschliesslich um blocken. Und dabei der Schwerpunkt auf blocken des Kopfes. Dazu wurde – abwechselnd – mit Handpratzen zum Kopf geschlagen. Gerade Schläge, Schwinger, Schläge von oben. Zuerst nur einzelne Schläge mit vorhergesagtem Ziel, dann Schläge durcheinander überall zum Kopf mit dem Ziel, den Kopf zu schützen.

Dann wurden noch seitliche Schläge zum Körper mit eingebaut und das ganze dann in Bodenlage.

Zum krönenden Abschluss etwas Stresstraining – in Kombination mit Situps Schläge zum Kopf.

Auch hier war wieder interessant, dass die Alpha Blocktechniken den im Elite Krav Maga ähneln, oder sogar identisch sind. Gutes kann man halt nicht besser machen 😉

1 von 14 Trainings (sieben Wochen) abgeschlossen 🙂

06. November 2019 – Alpha in Willich

Heute der vorerst letzte Tag Messerabwehr. Zuerst die Verteidigung gegen statische Messerbedrohungen, bei der der Angreifer das Messer an den Hals hält. Auch hier sind die Techniken anders als bei Elite Krav Maga. Kontrolle der Messerhand, entfernen des Messers vom Hals, fixieren oder ausschalten mit Fluchtmöglichkeit.

Danach kam die Abwehr gegen Stiche von unten und oben. Die Abwehr der Stiche von oben war wieder verdammt nah an Elite Krav Maga. Geblockt in den Messerarm gehen, fixieren und kontern.
Auch die Abwehr der Stiche von oben (Eispickelhaltung) ist sehr ähnlich, auch hier geblockt in den Messerarm, fixieren, kontern. Hier zeigte uns Daniel dann noch eine Take-Down Möglichkeit (die ich – Überraschung – auch schon aus EKM kannte), indem der Kopf des Angreifers weggedrückt wird, bis zum Take-Down. Von da an entweder fixieren, schlagen, oder das Schultergelenk auskugeln 🙂

Ich hatte das Glück, mit Dennis (?) zu trainieren, der auch motiviert war, so dass wir etwas realistischer, schneller, härter trainieren konnten. Hat auf jeden Fall Spass gemacht.

04. November 2019 – Alpha Combat Willich

Nachdem ich meine schwere Männergrippe überstanden habe, ging es heute wieder zum Training 😉

Heute stand Messerabwehr auf dem Programm. Die Techniken sind schon unterschiedlich zu denen im Elite Krav Maga. Aber Daniel (unser Alpha Trainier) und ich waren uns einig, das beide wesentlich sinnvoller und effektiver sind, als die, die man in manchen Krav Maga Organisationen zu sehen bekommt. Auch einig waren wir uns (und auch das im direkten Gegensatz zu diversen Krav Maga Organisationen), dass zum einen das Messer die gefährlichste Waffe ist, der man gegenüberstehen kann, zum anderen, dass es ausgeschlossen ist, verletzungsfrei einen Messerangriff abzuwehren. Ziel ist auch nicht die verletzungsfreie Abwehr, sondern zu überleben.

Ergänzend meint Daniel, dass die realistische Chance, einen Messerangriff zu überstehen bei 5-10% liegt, was sich mit meiner Meinung deckt, dass Messerabwehr wenn irgendwie möglich vermieden werden sollte, aber man es schon gelernt haben sollte, wenn man keine Chance zur Flucht hat. Sprich lernen in der Hoffnung, es nie zu brauchen, aber wenigstens etwas Handwerkszeug haben, wenn es ich nicht vermeiden lässt (in die Ecke gedrängt, mit anderen Personen/der Familie unterwegs).

Nach der Abwehr des Messers durch Blocktechniken folgte die Kontrolle des Messers, danach Kontrolle des Messers und unschädlich machen des Angreifers.

Spasseshalber versuchten wir die Messerkontrolle am Boden, der Angreifer legte sich mit dem Messer auf den Boden, der Verteidiger konnte frei entscheiden, wie er den Angreifer am Boden kontrolliert/fixiert. Es ist erstaunlich, aber es war zu erwarten, einen sich wild wehrenden Gegner unter Kontrolle zu halten, während dieser ein (in dieser Situation unterstelltes) scharfes Messer hat, ist fast ausgeschlossen, ausser man ist durch Gewicht oder Kraft massiv im Vorteil. Ansonsten folgt zwangsläufig nach kurzer Zeit ein erster Schnitt, dann der zweite usw.

Fazit: anstrengend, lehrreich und es hat einem die Augen geöffnet.

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