Heute schlossen wir die Messerabwehr ab. Es ging darum, dass uns jemand von hinten ein Messer an die Kehle hält. Nahezu nicht zu verteidigen. Aber wenn wir müssen, benötigen wir auch hier eine Technik. Was wir hier einsetzen erinnert optisch sehr an Kirmestechnik. Würde ich sie im Internet sehen, würde ich lachend abwinken und für mich garantieren, das so ein Unsinn niemals funktioniert.
Allerdings funktioniert sie tatsächlich. Sollte sie auch, sie wird so auch von Itay Gil, einem der besten und anerkanntesten Ausbilder für Anti Terror und Special Forces in Israel, eingesetzt.
Den restlichen Abend verbrachten wir mit dem Training von „Roundhouse Kicks“ zum Körper. Zum Kopf ist eine zu lange Bewegung (damit zu langsam für die Selbstverteidigung), nur für gut trainierte Sportler (Beweglichkeit) ausführbar. Ausserdem bieten wir die Innenseite unser Oberschenkel für einen Angriff an. Da hier die Blutversorgung der Beine lang läuft, würde ein gezielter Messerstich innerhalb kurzer Zeit zum Tod durch verbluten führen (wir reden von maximal 1 bis 1,5 Minuten bis zum einsetzen der Bewusstlosigkeit).
Unsere Kicks beschränken sich auf den Unterkörper, die Beine und insbesondere die Knie. Gerade am Knie ist ein Roundhouse Kick in der Regel ein Wirkungstreffer. Gegen einen Gegner in der Vorwärtsbewegung ist er eher ungeeignet. Er hat keine „Mannstopp-Wirkung“, heisst der Angreifer kommt weiter auf uns zu und das, während wir durch den Tritt verhältnismässig unsicher auf nur einem Bein stehen. Er läuft uns also über den Haufen und wir landen am Boden, was unsere Vertidigungssituation deutlich verschlechtert.
Zum Abschluss noch eine Kombination: 2 Schläge, um die Vorwärtsbewegung des Angreifers zu stoppen, dann den Roundhouse Kick.