Heute fand der lang erwarte Lehrgang mit Itay Gil aus Israel in Gelsenkirchen statt.
Wir starteten mit Messerkontrolle, was funktioniert, was funktioniert nicht, um direkt zu zeigen, das manche Techniken, die „irgendwo“ gelehrt werden, einfach Unsinn sind. Dann zeigte er Techniken, bei denen es ziemlich gut funktioniert. Schnell stellte ich fest, Itay legt Wert auf realistisches Training. Dazu kommt gleich noch etwas 😊 Na ja, meine Arme sahen schon schlimmer aus 🤭

Weiter ging es mit Messerbedrohungen an der Wand und wie man damit umgeht.
So ganz nebenbei erwähnte er, was jedem klar sein sollte. Was man nicht sieht, kann man nicht verteidigen. Man muss lernen, Körpersprache zu lesen. Verschwindet eine Hand plötzlich während der Auseinandersetzung, kann das ein Griff zur Waffe sein. Hält er die Hand komisch, kann das ein verstecken einer Waffe sein. Anhand Schulter- und Beinbewegung kann man einen Angriff vorhersehen.
Als ich mich mit einer Frage zu einer alternativen Technik an Itay wandte, stand er dem sehr aufgeschlossen gegenüber, zeigte mir etwas und meinte, das man – Selbstverteidigung – auch unterstützend beissen kann…und (siehe oben) biss mir kräftig in den Unterarm 😂
Nachdem wir also nun Angriffe direkt mit Messer, oder im Laufe eines Gerangels mit plötzlichen Griff zum Messer trainiert hatten, verlagerten wir das ganz auf den Boden. Gerangel am Boden, wobei der Angreifer oben war und irgendwann ein Messer zog. Wie wehrt man ab, wie kontrolliert man den Messerarm (Stichwort overhook und underhook).
Zim Abschluss gab es eine Urkunde für jeden Teilnehmer.

Mein Fazit zu Itay Gil – nach meinem ersten Lehrgang mit ihm: ein total sympathischer Typ, sehr kompetent, aber auch sehr hart im Training (aber dabei fair). An seine Schläge beim vorführen von Techniken, werden sich seine betroffenen Partner bestimmt noch ein paar Tage erinnern 🤭